Ich sag mal

Netzspiele

Sascha Lobo hat in seiner Spiegel Online-Kolumne die deutsche Netzkrankheit trefflich beschrieben: Es wird nur das praktiziert, was vermeintlich sicher funktioniert. Dabei missachtet die Wirtschaft hierzulande das wichtigste Erfolgsrezept des Internets: Die ständige Neu- und Weiterentwicklung, die kleinteilige, experimentelle Überprüfung, Mut zum Dauerversuch und Dauerirrtum. Letztlich führt die „German Angst“ vor dem Scheitern im Digitalen zum Scheitern digitaler Projekte.

„Es ist nicht so, dass diese Eigenschaft der technologischen Risikoaversion grundsätzlich schlecht wäre. Überall dort, wo es sinnvoll ist, nur gesichertes Terrain zu betreten, dort, wo kleinste Fehler Katastrophen auslösen können, im Maschinenbau, bei der Fahrzeugherstellung, ist es sogar Ingenieurspflicht. Das perfektionistische Bestreben, jeden Fehler schon vorab auszuschließen, hat so zweifellos zu hervorragenden Industrieprodukten geführt. Im Netz heißt es, dass der fehlerfreie Plan für eine neue Plattform zu 50 Prozent fertig ist, wenn die Idee anderswo schon zehnmal umgesetzt wurde und neunmal davon mit wertvollen Lerneffekten gescheitert ist. Nur vermeintlich sichere…

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