Bloggercamp diskutiert über Schatten-IT in Unternehmen am 19. Juni

Talkrunde über Schatten-IT

Das Thema der „Schatten-IT“ wollen wir am Mittwoch, den 19. Juni, um 18:30 Uhr in unserer Bloggercamp-Sendung aufgreifen. Wie verändert sich technologisch die Unternehmenskommunikation, welchen Anteil haben private Geräte daran, wie offen müssen die Schnittstellen im der ITK-Systeme sein etc.

Siehe auch: Technologische Anarchie in Unternehmen und die Ratlosigkeit der CIOs

Die Schatten-IT wuchert in vielen Unternehmen und die Chefs der IT-Abteilungen reagieren mit Ratlosigkeit. Ob es um Drucker, Bürokalender, Shareware oder Chat-Systeme geht. In Organisationen gedeihen selbst programmierte Anwendungen, externe Hardware und die unkontrollierte Kommunikation mit Kollegen via Facebook, Google und Co. Fachabteilungen und Mitarbeiter haben bestimmte Wünsche, die von den IT-Verantwortlichen entweder blockiert oder nicht schnell genug umgesetzt werden. Also nimmt man das Zepter selbst in die Hand. Als Ergebnis entstehen höchst anarchische IT-Infrastrukturen. Die diesjährige CIO-Umfrage des Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.com/ciosurvey bestätigt diesen Trend. Der Anteil der von Mitarbeitern genutzten Technologien, der von der IT-Abteilung nicht mehr beeinflusst werden kann, ist in den vergangenen drei Jahren von zehn auf 40 Prozent gestiegen.

„Was in sozialen Netzwerken unter dem Stichwort ‚Kontrollverlust’ diskutiert wird, breitet sich auch in Unternehmen aus. Die geschäftliche und private Nutzung von Geräten verschwimmt, Tablets, Smartphones und der Einsatz von Apps werden auch im Arbeitsalltag immer populärer, entsprechend sinkt die Relevanz von abgeschirmten IT-Systemen“, so Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash in Deutschland.

Fast jeder zweite CIO geht davon aus, dass der Anteil von privaten Geräten, die Mitarbeiter am Arbeitsplatz einsetzen, steigen wird. Entsprechend muss sich das Rollenverständnis der IT-Führungskräfte wandeln.

„Die direkte Steuerung der Technologie steht nicht mehr im Vordergrund. Eher geht es um die Förderung der Zusammenarbeit und den Anstoß von Innovationen“, sagt Nadolski.

Der Schub zu externen und offenen Systemen geht vor allem von den jungen Mitarbeitern aus. Die nötige Offenheit müssten auch die Anbieter von Kommunikationstechnologie mitbringen.

„Es wird immer mehr Mitarbeiter in Unternehmen geben, die mobil arbeiten und höchst unterschiedliche Endgeräte einsetzen. Für unsere Lösungen ist es daher unabdingbar, hier eine Integrationsleistung zu bringen. Ein CIO tut sich in Zukunft keinen Gefallen, wenn er versucht, sich auf ganz wenige Standard-Endgeräte zu konzentrieren. Das wird er nicht durchhalten können gegen die Anwender. Es rücken viele junge Mitarbeiter nach, die technologisch das nachfragen, was sie auch privat schon lange nutzen. Ein CIO sollte diese Dienste in seine IT-Infrastruktur einbauen, sonst entstehen Probleme bei der Rekrutierung von neuem Personal“, erklärt Jürgen Signer vom ITK-Anbieter Aastra http://www.aastra.de.

Die Veränderung des IT-Managements macht sich an einem weiteren Ergebnis der CIO-Umfrage fest, an der sich mehr als 2.000 IT-Führungskräfte und Technologie-Manager in zwanzig Ländern beteiligt haben. 33 Prozent der digitalen Projekte kommen mittlerweile aus den Vertriebs- und Marketing-Abteilungen – ohne Beteiligung der IT-Abteilung. Und 42 Prozent der digitalen Projekte laufen in Kooperation zwischen IT, Marketing und Vertrieb.

„Um sich als Partner für neue Projekte zu profilieren, reicht es für IT-Führungskräfte nicht mehr aus, nur Fachkenntnisse der Informatik vorzutragen. Ein tiefes Verständnis für die Geschäftsfelder des eigenen Unternehmens ist unverzichtbar, um in der betrieblichen Organisation ein begehrter Ansprechpartner zu bleiben. Oder zu werden“, resümiert Nadolski.

Bin gespannt auf die Diskussionsrunde. Wer mitmachen möchte, sollte sich bei Hannes Schleeh oder mir rechtzeitig melden.

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2 Antworten zu “Bloggercamp diskutiert über Schatten-IT in Unternehmen am 19. Juni

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